Über uns

Die Junge Deutsche Philharmonie – das Zukunftsorchester

Die Junge Deutsche Philharmonie versammelt die besten Studierenden deutschsprachiger Musikhochschulen und formt sie nach bestandenem Probespiel zu einem Klangkörper mit höchsten künstlerischen Ansprüchen.

Seit ihrer Gründung 1974 legt die Junge deutsche Philharmonie den Fokus auf zeitgenössische Musik und Stücke abseits des gewohnten Hörkanons. Sie testet Grenzen, stellt traditionelle Hörgewohnheiten infrage und erprobt verschiedene Klangwelten. So stehen neben Neuer Musik auch das große sinfonische Repertoire sowie Konzerte in historischer Aufführungspraxis auf dem Programm. Als »Zukunftsorchester« ist die Junge Deutsche Philharmonie als Vorreiterin einer demokratisch strukturierten Orchesterkultur.

Die Mitglieder verwalten sich selbst, übernehmen alle organisatorischen Aufgaben und haben die Möglichkeit, sich in Gremien wie den Vorstand oder den Programmausschuss wählen zu lassen. Das Orchester ist ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Musikstudium und dem Berufseinstieg als Orchestermusiker*in.

Der hohe künstlerische Anspruch macht den Klangkörper zu einem Gütesiegel und öffnet den Mitgliedern nicht selten die Türen zu führenden Opern- und Sinfonieorchestern. In der Vergangenheit sind zahlreiche renommierte Ensembles aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen, wie die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Ensemble Modern, das Ensemble Resonanz oder das Freiburger Barockorchester.

Orchestervorstand

Jonathan Nott ist seit 2014 Erster Dirigent und Künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie, er ist außerdem Musikdirektor des Tokyo Symphony Orchestra sowie Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande.

Unter den weltweit renommierten Dirigent*innen nimmt Jonathan Nott aufgrund seiner beeindruckenden Vielseitigkeit eine Sonderstellung ein. Während seiner 16-jährigen Amtszeit als Chefdirigent der Bamberger Symphoniker hat er ein unvergleichlich breites Repertoire erarbeitet und weltweit dem Publikum präsentiert. Seine Interpretationen symphonischer Werke von Schubert und Bruckner bis Mahler und Schostakowitsch zeugen von Kraft, Klarheit sowie intellektueller und emotionaler Tiefe. Jonathan Nott ist zudem bekannt für seine außergewöhnlichen Interpretationen zeitgenössischer Musik. Er hat zahlreiche Uraufführungen bedeutender Werke dirigiert. Seine Zusammenarbeit und persönliche Freundschaft mit Komponisten wie György Ligeti, Luciano Berio, Pierre Boulez, Helmut Lachenmann oder Karlheinz Stockhausen haben dazu beigetragen, die Grenzen der Orchestermusik zu erweitern und neue klangliche Möglichkeiten zu erforschen. 

Darüber hinaus engagiert sich Jonathan Nott leidenschaftlich für die Ausbildung junger Musiker*innen, u.a. hat er zusammen mit Marina Mahler und Paul Müller die Mahler Conducting Competition zur Förderung junger Dirigent*innen ins Leben gerufen. Immer ist er auf der Suche nach Möglichkeiten des Austauschs mit dem musikalischen Nachwuchs.

Team