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Die Palästinensischen Gebiete verbindet man nicht unbedingt mit der klassischen Musik – das allgemeine Medienbild lenkt die Gedanken eher zur neuen Mauer, zu den Checkpoints und zum Leben mit alltäglicher Gewalt. Doch für ein paar Tage schaffte es eine internationale Gruppe von Musikern im April, die allgemeine Tristesse ein wenig aufzuhellen. Während des vom Choir of London veranstalteten Palestine Mozart Festival stand die Freude der palästinensischen Gemeinschaft an Musik im Mittelpunkt. Auf Einladung des Goethe-Instituts in Ramallah und mit der Unterstützung des Deutschen Musikrats war die Junge Deutsche Philharmonie mit sechs Blechbläsern dabei.

Die Musiker nahmen an drei bewegenden Galakonzertaufführungen des Mozart Requiems in Ramallah, Bethlehem und Jerusalem teil. Das Programm wurde von Auszügen aus Mozarts Opern und Hugh de Coursons Königin der 1001 Nächte-Bearbeitung der berühmten Zauberflöte-Arie mit traditionellen Instrumenten vervollständigt. Die optimistische und lebendige Atmosphäre des Festivals wurde potenziert durch zahlreiche Workshops, die im Rahmen eines Outreach-Projekts angeboten wurden. Unsere Blechbläser spielten Kammermusik zusammen mit Schülern aus Ramallah – eine spannende und belebende Erfahrung für alle Musizierenden. Am Ende des Workshops waren sie noch immer begeistert dabei, den „Lion King“ mit Klatschen, Stampfen und Singen im Edward Said National Conservatory erklingen zu lassen.


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Kirsten Dawes

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