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„Wann lässt sich ein Orchester besser kennenlernen, wenn nicht bei der Arbeit?“ - dachten die Junge Deutsche Philharmonie und ihr Förderverein „Freunde der Jungen Deutschen Philharmonie e.V.“ und luden im Mai zur öffentlichen Generalprobe des Projekts „Alte Musik“ im eigenen Haus in Frankfurt am Main ein. Hintergrund dieses Projekts war eine interne Unternehmensfeier der Commerzbank am 16. Mai. Zu diesem Anlass wurde exklusiv ein Kammermusikensemble aus Musikern des Orchesters zusammengestellt, das für die musikalische Umrahmung sorgte.
Die jungen Musiker probten dazu vier Tage in der Musikakademie Schloss Weikersheim, unterstützt von zwei hervorragenden Dozenten. Für die Gesamtleitung des Ensembles und speziell als Dozent für die Streicher konnte der Barockspezialist Werner Ehrhardt, Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Concerto Köln, gewonnen werden. Die Bläser studierten das Programm gemeinsam mit Wilhelm Bruns ein. Er gehörte zu den Gründern der Deutschen Naturhorn Solisten (seit 1985) und rief 2003 die Internationale Naturhorn Akademie in Bad Dürkheim ins Leben, die er seitdem auch leitet.
Mit der öffentlichen Generalprobe am 15. Mai im Dachsaal der Schwedlerstraße bot der Förderverein der Jungen Deutschen Philharmonie seinen Mitgliedern und weiteren Interessenten einen Blick hinter die Kulissen. Der Saal ist regelmäßiger Probenort für das im selben Haus ansässige Ensemble Modern und die Probespiele der Jungen Deutschen Philharmonie. Wer jedoch die Bezeichnung „Probe“ in der Einladung zu wörtlich nahm und an diesem Abend ein durch häufiges Abbrechen und Neuansetzen geprägtes Übungsspiel erwartete, wurde sehr positiv überrascht. An eine Probe erinnerte allenfalls die bunte Freizeitkleidung der Musizierenden. Das Programm: die Orchestersuite Nr. 4 von Johann Sebastian Bach, eine Ouvertüre von Georg Philipp Telemann und von Wolfgang Amadeus Mozart das Divertimento in D-Dur sowie die Sinfonie in B-Dur erklang in einem musikalischen Durchlauf. Die Pausen zwischen den einzelnen Stücken nutzte Werner Ehrhardt zudem für anschauliche Erläuterungen zu den jeweiligen Werken. Eine instrumentale Besonderheit boten die Blechbläser: sie intonierten alle stilecht auf ventillosen Naturhörnern und Naturtrompeten, worauf sie durch den Spezialisten Bruns optimal vorbereitet waren. Der ausgiebige Beifall war Beweis für die Begeisterung der Besucher. Nach dem Musikgenuss folgten sie zahlreich der Einladung des Fördervereins zu einem Umtrunk im Foyer des Dachsaales. So fanden sich Publikum, Musiker und Veranstalter des Abends in kleinen Gesprächsrunden zusammen. Der Förderverein informierte über seine Ziele, die Bedingungen und Vorzüge einer Mitgliedschaft. Kurze Filmdokumentationen über einige aktuelle Musikprojekte der Jungen Deutschen Philharmonie (z.B. das Berkeley Akademie Ensemble) und das Orchestermagazin „Der Taktgeber“ boten einen tieferen Einblick in die Arbeit des Orchesters. Und so fand bei Sekt, Saft und Brezeln ein reger Austausch statt. Grund genug die Veranstaltung zu wiederholen!

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Luise Ehrhardt


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