FR 31.01.25 | 19.00 UHR
OFFENBACH, FRANZÖSISCH REFORMIERTE KIRCHE

SA 01.02.25 | 19.30 UHR
FRANKFURT, ROMANFABRIK

SO 02.02.25 | 11.00 UHR (TBC)
HOFHEIM, LANDRATSAMT
 

PROGRAMM

Benjamin Britten (1913–1976)
Fanfare for St. Edmundsbury

Cheryl Frances-Hoad (*1980)
The Madness Industry (2012)

Leonard Bernstein (1918–1990) / Arr. Steven Verhaert 
Lonely Town: Pas de deux aus On the Town

Guillaume Connesson (*1970)
Agora (2012)

Arcangelo Corelli (1653–1713)
Sonata da Chiesa op. 3 Nr. 7

Wiktor Wladimirowitsch Ewald (1860–1935)
Quintett für Blechbläser op. 7 Nr. 3

 
Ensemble der Jungen Deutschen Philharmonie

 

AGORA

Ein sechsköpfiges Ensemble von Blechbläsern versammelt sich zur Winter-Kammermusik rund um ein Programm, das vom Barock bis in die Gegenwart reicht und das Bezug nimmt auf Orte – solche der Entscheidung und solche der Macht:

1959 wurde in Bury St. Edmunds ein großer historischer Festumzug zu Ehren der Magna Carta abgehalten. Benjamin Britten würdigte diesen mit seiner Fanfare für drei Trompeten, die das Zusammenrufen des Volkes zu beschwören scheint. Zu den Schalthebeln der Macht führt uns Cheryl Frances-Hoads Quintett The Madness Industry. Häufige Taktwechsel, heftige Ausbrüche und gestenreiche Pointen schildern hier schwarzhumorig die Eigenheiten psychopathischen Agierens der Mächtigen.

Nach New York, der Stadt, in der sich an einem Tag ein ganzes Leben entscheiden kann, entführt Leonard Bernstein drei Matrosen, ebenso wie Sie, liebes Publikum! Guillaume Connesson geht mit seinem Quintett Agora an den zentralen Versammlungsort der griechischen Polis zurück und fängt gleichzeitig mit seinem Werk die Schönheit der „Düfte, Farben, Klimazonen, Lichter“ antik-hellenischer Stätten ein. Höfisch-aristokratischen Charakter zeichnet hingegen die Sonata da Chiesa op. 3 Nr. 7 von Arcangelo Corelli aus, welche Teil von insgesamt zwölf Triosonaten ist, die Corelli seinem Gönner, dem Herzog von Modena, widmete. Architektonische Orte spielen in der Musik von Wiktor Ewald eine große Rolle: Von Hause aus Ingenieur und Architekt, bereichert er mit seinem Quintett für Blechbläser op. 7 Nr. 3 das Programm um ein musikalisches Juwel der russischen Romantik.