„Ich weiß beim besten Willen nicht, ob ich eine Ästhetik habe. Aber ich kann wohl sagen, dass meine Vorliebe einer farblich schillernden, verfeinerten, ja wollüstigen […] Musik gehört, einer Musik, die Zartheit und Heftigkeit, Liebe und Ungestüm kennt; einer Musik, die den Hörer hin- und herwiegt, die sich aussingt (Ehre gebührt der Melodie, der melodischen Phrase!); einer Musik, die von frischem Blut belebt wird, deutliche Gesten kennt, einen zuvor nie gekannten Duft verströmt, einem ruhelosen Vogel gleicht; einer Musik in der Art von Kirchenfenstern, in denen Komplementärfarben in wirbelnde Bewegung geraten zu sein scheinen; einer Musik, die die Begrenzungen der Zeit und ihre Allgegenwart spürbar werden lässt, die von den Auferstandenen, den göttlichen und übernatürlichen Mysterien handelt; einer Musik, die einem ‚theologischen Regenbogen’ gleicht.“

Mit diesen genauso poetischen wie treffenden Worten beschrieb Olivier Messiaen 1946 in einer Umfrage seinen musikalischen Kosmos. Dieser spiegelt sich vor allem auch in der dramatischen, farbenreichen, opulenten, ja geradezu überbordenden Turangalîla-Sinfonie wieder. Das zehnsätzige Werk reflektiert die Tristan-Thematik von schicksalhafter Liebe und Liebestod. Dazu machte Messiaen Anleihen bei indischer Musik und Lehre.

WERK
Olivier Messiaen (1908-1992) - Turangalîla-Sinfonie
 
DIRIGENT
Kristjan Järvi

SOLISTEN
Thomas Bloch / Ondes Martenot
Tamara Stefanovich / Klavier

Eine Produktion der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker – www.digital-concert-hall.com

Die Junge Deutsche Philharmonie dankt der Deutschen Bank, die diese DVD-Produktion ermöglicht hat.

18,00 €
(Inkl. 19% Steuern)
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